Hilfsmittel während der Chemotherapie

Kältehandschuhe

Handschuhe mit Taschen für Kältepacks und einer Kühltasche aus Blisterfolie

Nach einer Chemotherapie klagen viele Patienten über Gefühlsstörungen an Händen und Füßen, z.B. Schmerzen, Taubheitsgefühle, Kribbeln oder eine vermehrte Kälteempfindlichkeit. Mein Mann litt an den Händen sehr darunter und so machten wir uns im Internet und bei verschiedenen Ärzten schlau. Immer wieder hörten wir von Kältehandschuhen, mit denen man versucht, die Schädigung der Nervenfasern zu verhindern, indem die Durchblutung durch einen Kältereiz vermindert wird. Die Behandlung ist einfach, aber noch nicht ausreichend durch Studien erprobt. Ich entwarf und nähte Stoffhandschuhe mit Taschen oben und unten für Kühlpacks. Da die Handschuhe 30 Minuten vor der Behandlung, 1 Stunde während der Behandlung und 30 Minuten nach der Behandlung mit bestimmten Wirkstoffen getragen werden sollen, kauften wir 8 Kühlpacks damit sie nach der Hälfte der Zeit gewechselt werden konnten. Die Kältetherapie wirkte sofort und mein Mann benutzt die Handschuhe seit dem bei jeder Chemotherapie und hat überhaupt keine Missempfindungen mehr. Es ist sicherlich nicht angenehm 2 Stunden mit eiskalten Händen zu sitzen, aber er wurde dafür belohnt.

Chemo-Port-Kissen als Polsterung für den Sicherheitsgurt

Eine ganz einfache Lösung falls der Sicherheitsgurt auf den Port, Herzschrittmacher oder anderen empfindlichen Narben drückt. Ich habe ein Kissen welches mit Klettband am Gurt befestigt wird genäht. Das Kissen ist ca. 16cm x 8cm groß und mit einer weichen Füllwolle nicht zu fest gestopft. Es ist aus Baumwollstoff und kann aus einem Lieblingsstoff genäht werden. Inspiriert durch diese Anleitung,habe ich das Kissen genäht.

Befestigung für die Pumpe in der Nacht – Stoffbeutel mit Klettverschluss

Als mein Mann nach der ersten Chemotherapie mit einer Pumpe nach Hause ging hatte er sich keine Gedanken darüber gemacht, wie er damit schlafen sollte. Tagsüber hängte er sich die Pumpe, in dem mitgelieferten Beutel, um den Hals und steckte den Beutel unter sein T-Shirt. 

Wir überlegten wo die Pumpe befestigt werden kann, damit er sich ungehindert im Schlaf bewegen kann. Da er auf der Seite und auf dem Bauch schläft, würde er sie gerne am Oberarm befestigen, an der Seite auf der auch sein Port liegt.   

Für die erste Nacht zog ich ein weiches dickeres Band (ca.90cm lang aus einem alten T-Shirt geschnitten) zweimal oben durch den Tunnel und nähte unten am Beutel mit ein paar Stichen noch ein Band fest. So konnte er die Pumpe am Oberarm festbinden und die Schläuche unter sein Schlafanzugoberteil stecken.

Für die nächsten Nächte, es würden noch 23 sein, Nähte ich für die Pumpe einen Beutel mit Bändern, der so mit Klettverschluss am Oberarm befestigt werden kann.